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Nur kurz war die Pause zwischen den Olympischen Spielen in Vancouver, der Feier meiner Silbermedaille und dem nächsten Weltcupeinsatz in Moskau. Morgen gehts wieder zur Sache und zwar auf der gleichen Stahlrampe, auf der die Slalomläufer im Jänner ihren Showbewerb abhielten.
Für zwei Tage haben wir nun wieder mal unsere Slalomboards angeschnallt. Dank Vancouver war heuer im Weltcup der Schwerpunkt sehr auf der olympischen Disziplin, dem Parallel Riesentorlauf, gelegen. Seit meinem Rennen in Landgraaf habe ich nun meine "kurzen" Boards im Keller verwahrt. Heute bekam ich, spät aber doch, noch ein Gefühl für den Slalom und ebenfalls für morgen. Die Piste wird wahrscheinlich sehr weich werden, da die Verantwortlichen die Piste einfach nicht in einen weltcupwürdigen Zustand bekommen.
Macht aber nichts, ich freu mich trotzdem auf mein drittletztes Rennen vor der Sommerpause. Nicht zuletzt deswegen, da ich noch mit Andy Prommegger um den Gesamtweltcup fighte!
Den Weltcupstand gibts bei der FIS
Also Freunde, der Countdown für euch tollen Daumendrücker hat begonnen, bitte noch ein wenig durchhalten!!!
Liebe Grüße,
Benny
Dass den Medien ja immer wieder Fehler unterlaufen, ist bekannt. Dass er jedoch so gravierend ist wie dieser, schmerzt schon sehr. Es wurde nämlich etwas ganz Wichtiges vergessen! Daher veröffentlicht "Wümschburg" jetzt den korrigierten und einzig wahren Medaillenspiegel zu den Olympischen Spielen in Vancouver.
Hallo Leute,
ich danke euch von ganzem Herzen fürs tolle Mitfiebern, Anfeuern und Daumendrücken. Es war ein unglaublicher Tag, der mit strömenden Regen begann und mit dem hell strahlenden Leuchten meiner Silbermedaille endete. Hatte ich doch in der Quali ein noch nicht so gutes und sicheres Gefühl, wie ich es normalerweise gewöhnt bin. Das sollte sich jedoch schnell ändern. Ich kann mich an kein Rennen erinnern, wo ich Spitzenfahrern wie Bozzetto über eine Sekunde in einem Lauf abgenommen hätte. Es war ein großartiges Gefühl, so sicher am Board zu stehen, konnte man ja die Schläge durch die schlechte Sicht erst gar nicht sehen, sondern merkte sie erst, wenn das Brett unter den Füßen zu schlagen begann.
Nach dem Rennen ging alles ganz schnell, man wurde nur mehr von Leuten hin und her gerissen, bis schlussendlich nur noch die drei Medaillengewinner im Zielbereich stehen durften und darauf warteten, aufs Siegertreppchen zu steigen.
Für uns Alpinen Snowboarder ist alle vier Jahre nur ein Tag bei den Olympischen Spielen reserviert, den es bestmöglich zu nützen gilt. Ich bin sehr stolz, mein großes Ziel erreicht zu haben. Sicher war ich dabei nicht allein und ohne meine Mum, die mich all die Jahre zu 1000% unterstützt hat, wäre gar nichts gelaufen. Ihr verdanke ich am meisten!!!
Danke aber auch dem Bundesheer, ohne deren Aufnahme ich 2005 meine Karriere wahrscheinlich an den Nagel hätte hängen können.
Danke an meine Red Bull Familie, die hinter mir steht wie der Felsen in der Brandung!
Danke an Uniqa, meinem Partner, der mir schon im Jugendalter den Rücken stärkte!
Danke an mein wundervolles Heimatland Österreich und Niederösterreich!
Danke an SG Snowboards, ohne deren tolle Bretter ich diese Erfolge ebenfalls nicht erreichen hätte können!
Danke an alle meine Fans, Freunde und Daumendrücker, ihr gebt mir die Kraft für meine Erfolge!
Danke an die wundervollen und wichtigen Menschen, die mich auf meiner Karriereleiter bis jetzt begleitet haben. Diejenigen, die ich meine, können genauso stolz sein wie ich, dass ich euch als Freunde bezeichnen darf.
Ein besonderer Dank meiner ganzen Familie, die sich ja mit Nina "etwas" vergrößert hat und mich mit allen nur möglichen Mitteln unterstützt. Danke Engerle, dass du so bist, wie du bist!
Herzlichsten Dank meine Freunde,
aber nun ist genug gedankt. Auf zu neuen Taten und neuen Herausforderungen. Ich kann eure Unterstützung noch lange brauchen (-:
DANKE,
Benny
Er trägt das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden, fuhr bei sechs Rennen in dieser Saison fünf Mal aufs Podest und zählt nun naturgemäß zu den Anwärtern auf Gold im olympischen Parallel-Riesenslalom: Benjamin Karl, der 24 Jahre alte Niederösterreicher aus Wilhelmsburg, erklärt im folgenden Interview, worauf es am Samstag in Cypress Mountain ankommt. Er selbst gibt jedenfalls die Devise aus: "Das Goldschürfen kann beginnen!"
Das Training am Rennhang musste aufgrund der schwierigen Wetter- und Pistenverhältnisse abgesagt werden. Ein Problem für dich?
Benjamin Karl: Das kommt zwar nicht oft vor, ist aber nicht weiter tragisch. Ich kenn' den Hang vom vorigen Jahr, bin hier eine Bestzeit nach der anderen gefahren. Er taugt mir echt gut.
Gibt es eine Schlüsselstelle?
Beim Übergang vom steilen Starthang zu den sechs Toren im Flachen wird sicher entscheiden, wie man den Schwung mitnimmt. Dann wird sich herausstellen, wieviele Schläge gerade im Steilen herauskommen.
Was sagst du zu den frühlingshaften Schneebedingungen?
Das ist wurscht, solange gerutscht wird. Eine glatte Piste sollte es halt sein.
Bitte schildere die Piste. Was kommt da auf euch zu?
Sie teilt sich in drei Sektoren, einen steilen, einen flachen und einen mittelsteilen Teil. Und die Strecke beschreibt ein S, geht zwei Mal um die Kurve - das ist ungewöhnlich und eher selten, aber besser als einmal, da hätte einer den kürzeren Weg. Außerdem ist sie ziemlich lang, ich schätze, dass wir zwischen 45 und 50 Sekunden unterwegs sind.
Eine Sache der Kondition?
Auf alle Fälle. Zehn Läufe sind nie ein Honiglecken. Aber Cypress liegt so nieder, da hat man genug Luft zum Atmen.
Wie hast du die vergangenen Tage in Vancouver verbracht?
Am Vormittag haben wir trainiert, die Nachmittage habe ich mit Sigthseeing mit der Familie verbracht. Meine Mum und meine Freundin Nina sind hier, gemeinsam haben wir die besten Steaks und das beste Sushi ever genossen. Natürlich muss man in dieser Stadt aufpassen, dass man nicht zu sehr abgelenkt wird.
Worauf wird es beim Rennen ankommen? Worauf musst du besonders achten?
Ich muss meine Linie ein bisserl umstellen, kann hier nicht so direkt auf die Tore hinfahren, sondern muss runder fahren, den Druck auf die ganze Kurve verteilen. Aber das haben wir zuletzt in Sun Peaks geübt. Da war es flach und weich. Ich hab' jeden Tag eine Tetsch'n kriegt, bin aber von Tag zu Tag besser geworden.
Wer sind deine ärgsten Widersacher?
Mein Freund und Teamkollege Andi (Prommegger) und die drei Kanadier Anderson, Morison und Lambert. Aber natürlich darf man auch den Rok Flander und Mathieu Bozzetto nicht unterschätzen."
Um 9 Uhr morgens ging unser Flug von L.A. nach Vancouver. Sofort als ich in Vancouver Boden unter den Füßen hatte, überkam mich ein unglaubliches Gefühl der Freude und Ausgeglichenheit. Es ist schön hier sein zu dürfen und bald schon ein Rennen zu fahren, auf dessen Sieg man sein Leben ausrichtet. Trotzdem bin ich sehr gelassen und ruhig, ist es im Grunde doch nur ein "Bauernderby" (-:
Das olympische Dorf ist einfach toll. Wir wohnen in sechsstöckigen Hochhäusern, wobei jedes Haus von anderen Nationen bewohnt wird. Wir befinden uns im Haus M, mit direktem Blick auf den Hafen. In dem Riesenzelt, in dem unsere Verpflegungsstätte eingerichtet ist, befindet sich sogar ein McDonalds - und das alles kostenlos. Für manchen vielleicht der Himmel auf Erden, für uns Athleten eine Übung der Zurückhaltung....puhhhh (-:
Morgen haben wir auch unseren ersten Trainingstag in Cypress. Bin schon gespannt auf die Piste und die Schneebedingungen. Aber egal wie sich auch der Zustand der Piste herausstellt, ich werde alles aus mir herausholen und den riesen Spaß, den ich beim Snowboarden habe, einfach versprühen!
Bis bald Leute,
Benny
Hallo Leute,
nach drei sehr lehrreichen Trainingstagen im nordamerikanischen ÖSV Trainingszentrum in Sun Peaks, gings nun für zwei Chillout-Tage nach Los Angeles, CA!
Andy und ich borgten uns heute eine Harley Davidson aus, und zwar eine Heritage Softtail mit 370kg. Ganz nervös stiegen wir, nachdem wir uns vom Händler noch alles genau erklären ließen, auf unsere Maschinen. Waren wir doch von dem hohen Gewicht der Motorräder etwas eingeschüchtert, hat doch meine kleine KTM DUKE 690, die momentan ihren Winterschlaf in ihrer Garage hält, schlanke 150kg. Als es pünktlich um 9 Uhr Früh los ging, merkte ich aber schnell, dass meine Bedenken völlig zu Unrecht bestanden.
Ich fuhr satte 150 Meilen auf Landstraßen und Autobahnen, aber überwiegend auf Küsten- und Bergstraßen in der unerwartet schönen Landschaft rund um LA. Ich sah auf meiner Harley den Venice Beach, Santa Monica und Malibu, wo ich vergeblich für Pamela Anderson die Augen offen hielt (-: Die Fotos kommen so schnell wie möglich hier her - wirklich sehenswert!
Bid bald, zurück im Ernst des Lebens (-:
Benny
Natürlich geht so ein wichtiges Rennen auch an den Zuschauern nicht einfach vorbei! Deshalb gibts ein kleines Zuckerl für alle Interessierten. Mit Hilfe der Stadtgemeinde Wilhelmsburg wird in einem Gasthof eine Großbildleinwand errichtet, wo man Benjamin hautnah mitverfolgen kann.
Natürlich ist jeder von euch herzlich eingeladen. Egal woher, egal wieviele. Lasst uns gemeinsam vor dem "Fernseher" bangen, wenn es um jedes Hundertstel geht! Und auch hier lässt sich getrost der olympische Gedanke bemühen: Dabeisein ist alles!
Bleiben noch zwei Fragen:
WANN?: Qualifikation ab 19 Uhr; Finalläufe ab 21:15 Uhr
WO?: Landgasthof Reinberger (siehe Google Maps)
Auf euer Kommen würden wir uns sehr freuen!
Fam. Karl
Morgen ist es endlich so weit. Die Reise nach Canada und somit das Abenteuer Olympia startet. Um 6 Uhr in der Früh geht mein Flug über Wien-Calgary-Kamloops und einer Autostunde zu meiner vorerst ersten Destination, Sun Peaks. Dort werden wir drei Tage trainieren, fernab des Olympischen Trubels! Zwischen dem Training in Sun Peaks und Vancouver geht sich noch ein kleiner Abstecher an die Westküste der USA aus, und zwar nach LA. Dort werden Andy und ich mir eine Harley ausborgen, um noch für zwei Tage die Seele baumeln zu lassen, bevor der Einzug ins Olympische Dorf ansteht und somit das Ende der unbeschränkten Möglichkeiten (-:
Melde mich dann so bald wie möglich aus Canada, um euch immer am laufenden zu halten!
Liebe Grüße,
Benny
Hallo Leute,
mit schlechtem Gefühl am Anfang, aber super Resultat am Schluss kann ich heute meinen Tag ausklingen lassen. Auch in Deutschland konnten Andi Prommegger und ich wieder einen österreichischen Doppelsieg einfahren. Im Finale gegen Andi war ich im ersten Lauf noch 0,23sec zurück, konnte aber im Rerun den Rückstand wieder gutmachen und war sogar schon etwas voran, als ich 5 Tore vor Schluss einen Fehler machte, der in einem Bauchfleck endete. Das Wetter ließ wie auch die letzten Jahre hier sehr zu wünschen übrig. Schneeregen, Wind und Nebel machten uns zu schaffen, dennoch bekamen die unzähligen Helfer eine für diese Bedingungen einzigartige Piste hin. Aber am Sudelfeld rechnen wir doch eh schon jedes Jahr mit Sudelwetter (-:
Freu mich jetzt schon sehr auf Olympia, die ganze Reise, die Stimmung und auch auf das Rennen!
Am 15. fliegen wir los, zuerst nach Sun Peaks, für drei Tage Training außerhalb des olympischen Stress. Danach gehts für zwei Tage nach San Francisco, wo Andi und ich uns ein Motorrad ausleihen werden und so mal das schöne Ländle und Städtle erkunden wollen.
Vielen Dank fürs Daumen drücken, meine Freunde!
Hy Leute,
ich konnte heute auf meinem Lieblingshügel (3. Sieg in Folge) wieder den Sieg einfahren. Ich konnte mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen, um vor Olympia noch mal zu zeigen, was ich in Vancouver vorhab (-: Die Piste war extrem eisig und die Schläge so hart, dass sie direkt bis ins Hirn durchschlugen. Aber je schwieriger die Bedingungen, desto besser werde ich. Und so hatte ich heute, bis auf das Duell mit meinem Freund und Teamkollegen Andy Prommegger, keine sehr engen Entscheidungen.
Papa-Bär sagte noch vor dem Abflug zu mir, dass ich nochmal vor Olympia gewinnen sollte, damit ich wieder weiß, wie das Gefühl ist, ganz oben zu stehen!
Dritter wurde Jasey Jay Anderson und damit durchbrachen wir die Serie kanadischer Siege seit Saisonbeginn im Parallel Riesentorlauf.
Mit diesem Rennen ist auch die Olympia-Qualifikation vorüber, doch wer von uns nun nach Vancouver reisen darf, wird erst morgen entschieden, wenn alle Trainer in allen Sparten ihre Entscheidungen getroffen haben.
Ein kleiner Tipp: Ich glaub, ich habs geschafft (-; haha
Vielen Dank fürs Daumen drücken, ihr ward Spitze!
Liebe Grüße, Benny
Hallo Leute,
gestern konnte ich in Nendaz mein 8. Stockerl in 9 Rennen holen. Darüber hinaus habe ich Jasey Jay Anderson wieder das gelbe Trikot des Parallel - Weltcupführenden abgejagt. Bin sehr zufrieden mit meiner Form, so musste ich mich im Halbfinale um nur 0,04sec dem späteren Sieger des Rennens, Michael Lambert (CAN), geschlagen geben.
Am Mittwoch gehts für mich schon wieder ab nach Canada, wo am 24. Jänner der nächste Weltcup über die Bühne geht. Die letzten zwei Jahre hab ich auf dieser Strecke gewinnen können und letztes Jahr konnten wir Österreicher hier sogar einen Dreifachsieg feiern.
Zweiter wurde Teamkollege Andi Prommegger und 4. Marguc Rok (SLO)
Danke fürs Daumen drücken, bis bald
Benny
Hallo Freunde,
bin gestern mit einem breiten Grinser die ersten Schwünge hier in Nendaz, in der französischen Schweiz, gefahren. Ich bin sehr motiviert, die Pisten sind in super Zustand und ich bin echt locker und entspannt.
Zum 3. Mal treffen sich hier die besten Race-Boarder der Welt, um hier ein Rennen zu bestreiten. Zweimal wurde hier schon ein Slalom ausgetragen und meine beste Platzierung war hier bisher der 6. Platz. Morgen gibts einen olympischen Parallel Riesentorlauf und der Hang zeigt sich sehr selektiv. Leicht hängend auf die linke Seite und drei Kuppen machen dieses Rennen sicher sehr spannend, auch für uns Fahrer (-:
Ich freu mich auf jeden Fall schon sehr auf morgen.
Auf Eurosport2 gibts uns ab 13:30 Uhr zu sehen und am Sonntag auf ServusTV gibts um 22:00 Uhr ein Portrait über 20 Minuten von mir (-:
Bitte wieder die Daumen festhalten und ich geb mein Bestes, yeahhh!
Liebe Grüße aus der Schweiz, Benny


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